01/2005
Ziel der Nanotechnik ist es, neue Produkte zu schaffen und bestehende Produkte zu optimieren. In vielen Bereichen ist dieses Ziel noch weit entfernt. Die Forschung beschäftigt sich stark mit Grundlagenforschung. Das Kompetenzzentrum NanoMat (Netzwerk NanoMaterialien) hat die Aufgabe, den Transfer zwischen Forschung und kommerzieller Anwendung zu begleiten.
Die NanoMat Veranstaltung (6. Szene) findet im Spannungsfeld von Grundlagenforschung und industrieller Anwendung statt. 17 Vorträge hochkarätiger Referenten beziehen sich auf die Themen Nanomaterialien, Nanoelektronik, Nanobiotechnik und Nanotechnologie in der Verkehrstechnik. So wird Professor Dieter Fenske, Forschungszentrum und Universität Karlsruhe, die in der Fachwelt provozierende Frage erörtern, ob eine Nomenklatur für Nanomaterialien sinnvoll ist. Michael Kohnhäuser wird die nanotechnologischen Visionen der BMW AG für den Fahrzeugbau vorstellen. Wolfgang Wenzel vom Forschungszentrum Karlsruhe präsentiert seine Arbeit „von der Proteinsequenz zum Medikament“. Über allen Beiträgen steht die Idee, Forscher und Anwender möglichst effektiv in Kontakt zu bringen und sinnvolle Kooperationen zu fördern.
In diesem Jahr wird erstmals den Aufruf für den NanoMat-Innovation-Award geben, der jährlich ausgelobt werden soll und von den NanoMat-Partnern gesponsert wird. Er ist für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler als Anerkennung für originelle wissenschaftliche Arbeiten mit hohem Innovations- und Anwendungspotential vorgesehen. Der mit 20.000 EUR dotierte Preis wird von einer internationalen Jury ausgelobt und soll erstmals im Jahr 2006 (anlässlich der 7. Szene von NanoMat) verliehen werden.
Weiterhin neu bei der NanoMat 6. Szene ist die Postersession am 7. April abends im Casino des Forschungszentrums. Über die einfache Präsentation der Poster hinaus sind alle Teilnehmer angehalten, eine Kurzvorstellung ihrer Arbeit zu geben. Die Schauspieler-Gruppe von Gisela Strähle wird mit Gedicht-Rezitationen und Musik den kulturellen Rahmen bieten.
Mit NanoMat koordinieren drei Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft, zehn Universitäten mit natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachgebieten, ein Max-Planck-Institut, ein Institut der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz, ein Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften, drei Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, die DECHEMA und vier große Unternehmen ihre Forschungsprojekte zum Thema Nanomaterialien.
Regine Hedderich