01/2004
Die Fachtagung NanoMat Szene des überregionalen Netzwerks NanoMat feiert ihren 5. Geburtstag im Forschungszentrum Karlsruhe am Donnerstag, den 1. April 2004, ab 9.00 Uhr in die Aula des Fortbildungszentrums für Technik und Umwelt (Bau 101) im Forschungszentrum Karlsruhe ein.
Science-to-Business ist der Schlüssel für Innovationen. Dr. Andreas Gutsch, Degussa Marl, wird diesen Punkt in seinem Vortrag beleuchten. Technische Anwendungen nanoskaliger Strukturen bieten Solarzellen und zukünftige Bauelemente. Zu beiden Themenkomplexen wird es Vorträge geben. Zugpferd für alle technischen Anwendungen sind systematische Untersuchungen von Materialien, deren neue Eigenschaften sich aus ihrer Nanoskaligkeit ergeben. Materie auf molekularer Basis zu verändern ist ein alter Traum der Naturwissenschaft. Dass dieser Traum beginnt Wirklichkeit zu werden, belegen Prof. Karl Leo, TU Dresden, Prof. Klaus Kern, MPI Stuttgart, Prof. Heckl, LMU München und Dr. Anke Weidenkaff, EMPA. Dr. Jens Rieger betrachtet Chancen und Möglichkeiten, aber auch Risiken der Nanotechnik.
Zur Feier des 5. Geburtstages von NanoMat findet am 1. April im Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie (ZKM) eine Abendveranstaltung statt. Der Höhepunkt wird ein Live- Experiment von Dr. Stefan Wahlheim vom Institut für Nanotechnologie des Forschungszentrums Karlsruhe sein. Er wird weltweit die erste Uhr mit einem antireflexbeschichteten Uhrenglas und einem Wasserzeichen herstellen.
Dr. Stefan Walheim hat eine nanoporöse Schicht entwickelt mit Porengrößen weit unter der Wellenlänge des Lichts. Mit dem Grad der Porosität kann der effektive Brechungsindex präzise eingestellt werden. Das Verfahren ist einfach und kostengünstig. Ein weiterer Clou ist das Wasserzeichens auf dem Uhrenglas, das nur in Reflexion zu sehen ist.
Entspiegeltes Uhrenglas mit Wasserzeichen vom Forschungszentrum Karlsruhe
Im NanoMat-Netzwerk "Nanomaterialien" mit Geschäftsstelle im Forschungszentrum Karlsruhe, koordinieren drei Forschungszentren der Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, zehn Universitäten, ein Max-Planck-Institut, ein Leibniz-Institut, ein Institut der Polnischen Akademie der Wissenschaften, drei Institute der Fraunhofer-Gesellschaft, die DECHEMA und vier große Industriefirmen ihre Forschungsprojekte zur Synthese und Untersuchung metallischer und keramischer nanostrukturierter Materialien.
Regine Hedderich